Was denken Sie über die Erwartungen an die neue Generation Z? Welche gestalterischen Chancen und Grenzen hat KI? Was wünschen Sie sich persönlich? Dekan Dirk Fütterer hat vier Studentinnen des Fachbereichs Gestaltung befragt. Resümee: Wer nachhaltige Veränderungen erreichen will, benötigt zunächst ein verändertes Mindset.
Dirk Fütterer diskutierte mit vier Studentinnen am Fachbereich Gestaltung über ihre Sicht auf Erwartungshaltungen an die Next Generation, über Chancen und Grenzen von KI und über persönliche Wünsche.
AT
Im Vergleich zu den aktuellen Studienanfänger:innen fällt ein veränderter Umgang mit Technologie auf. Die neu hinzukommenden Studierenden arbeiten zum Beispiel viel stärker mit Mixed Media, während es bei mir noch eher reine Fotografie war. Es mag so wirken, als gäbe es vor allem an die Next Generation einen Auftrag, etwas zu ändern. Doch man muss bedenken, dass auch frühere Generationen immer für etwas gekämpft haben. Das waren einfach andere Themen. Jetzt wirkt es anders, weil die Aufgaben so groß sind.
KL
Durch KI werden sicher in einigen Bereichen Berufe wegfallen, in anderen aber auch neu entstehen. Tools wie ChatGPT, das aus einigen Stichwörtern ganze Aufsätze schreibt, oder die KI Dall-E 2, die Bilder malt, bringen schon heute beeindruckende Leistungen. Doch Dall-E ist gefüttert mit Bilddaten aus dem Internet, ohne dass Rechteinhaber eine Zustimmung gegeben haben. Das wird die Gesellschaft stark beschäftigen.
AT
Wir müssen in dem, was wir tun, radikal sein. Gleichzeitig müssen wir aber auch zärtlich sein mit uns und unserem Umfeld. Trotz KI werden wir als Menschen zentrale Entscheidungen treffen müssen. Nur so können wir Gesellschaft und Umwelt umbauen. Auch deshalb wäre es an der Hochschule sinnvoll, stärker über tagesaktuelle Themen zu sprechen. Darüber können wir den Blick auf unsere gestalterische Arbeit überprüfen: Ergibt die Sache, die wir gerade machen, Sinn oder nicht?