WTF is IFB?
Das Institut für Buchgestaltung ist ein Zusammenschluss von Student:innen des Fachbereichs Gestaltung, die unter der Leitung von Dirk Fütterer an unterschiedlichen Projekten arbeitet.
- Text Angelika Gerzen
- Abbildungen Lars Vieth
Im Institut für Buchgestaltung (IFB) können Student:innen intensiv an individuellen Buchprojekten und Ideen arbeiten, diese weiterentwickeln und umsetzen. Aber nicht nur im Alleingang – Auch die Zusammenarbeit im Team spielt bei uns eine große Rolle. Zusammen mit Kommiliton:innen arbeiten wir an unterschiedlichen Projekten, wie beispielsweise an der GUM oder der Bielefelder Bibel.
Wir tauschen Ideen aus, ‚hustlen‘ gemeinsam in Raum 136 und besprechen uns mit einem Kaffee, den wir dank vorhandener Kaffeemaschine trinken können (Danke dafür, Dirk). Das Hauptinteresse im IFB gilt der funktionalen, ästhetischen und experimentellen Weiterentwicklung von analogen und digitalen Lesemitteln. Das IFB ist also nicht nur etwas für Leute, die analoge Bücher lieben. Auch mit digitalen Lesemitteln setzen wir uns auseinander und bleiben nicht in der Zeit stehen. Gemeinsam setzen wir uns für die Veröffentlichung von Werken unserer Kommiliton:innen ein. Dafür reisen wir gemeinsam zu Buchmessen, auf denen wir Bücher und Zines verkaufen, die von uns gestaltet und produziert wurden. Aber auch Bücher von Kommiliton:innen, die durch unsere Hilfe und Finanzierung gedruckt wurden, finden ihren Platz auf unserem Messestand. Dieses Jahr waren wir vom IFB auf zwei Messen vertreten. Diese Ausflüge, die wir selber organisieren, schweißen uns zusammen und bieten einen Austausch über Bücher und deren Produktion. Außerdem besuchen wir spannende Vorträge.
Im Institut für Buchgestaltung dreht sich alles um Bücher. Wir streben danach, eng mit Verlagen, Unternehmen, Institutionen und anderen Hochschulen zusammenzuarbeiten.
Der kreativen Input, den man als Student:in auf den Buchmessen mitnimmt, ist eine wertvolle Erfahrung. Zusätzlich werden wir jedes mal erneut inspiriert, vor allem, weil oft nicht nur der deutschsprachige Raum vertreten ist. Die Miss Read, bei der wir im September 2023 teilnehmen durften, legte ihren Blick dieses Mal auf Ostasien, den Nahen Osten und die asiatische Diaspora – Es waren mehr als 50 Publisher:innen aus den Regionen vertreten. Eine Reizüberflutung ist hier vorprogrammiert.
Verantwortung übernehmen
Neben diesen wertvollen Erfahrungen können wir im IFB aber nicht nur an Projekten arbeiten und uns somit gestalterisch weiterentwickeln, sondern auch Verantwortung übernehmen. Dafür veranstaltet das IFB regelmäßig verschiedene Events, bei denen wir als Student:innen die Chance haben, die Leitung zu übernehmen oder mitzuwirken.
the books are alright
Das Symposium fand 2022 unter dem Motto the books are alright statt und beschäftigte sich vor allem mit dem Medium Buch in der heutigen Zeit. Gemeinsam im Team haben die Student:innen ein erstaunliches Event auf die Beine gestellt. Das Team bestand sowohl aus Drittsemestler:innen, die sich noch früh im Studium befanden, als auch aus alten Hasen, die kurz vor dem Master-Abschluss standen. Vor allem die Zusammenarbeit mit Student:innen aus unterschiedlichen Semestern bietet uns die Möglichkeit, zu wachsen und Neues zu lernen. Plakatgestaltung, Animation, Marketing, Social Media Auftritt, Sprecher:innen auswählen und anschreiben und Merch Design sind nur einige Aufgaben, die es zu bewältigen galt. Mit dem Symposium sind die Studierenden gemeinsam an Grenzen gestoßen, haben Lösungen gefunden und sind vor allem über sich selbst hinaus gewachsen.
Bielefelder Bibel
Die Bielefelder Bibel ist eine neuartige Bibelausgabe, bei der die Texte durch schriftgestalterische Elemente in Szene gesetzt werden. Typografie und Layout der Bielefelder Bibel sollen – anders als die in der Regel schwer lesbaren Bibelausgaben – sowohl der spirituellen und kulturellen als auch der narrativen und emotionalen Dimensionen der Texte gerecht werden und einen neuen, vereinfachten Zugang zur Bibel ermöglichen. Im IFB leben wir von unserem gemeinsamen kreativen Austausch.
Erstwerk-Wettbewerb
Neben dem Symposium veranstalten wir vom IFB außerdem den Erstwerk-Wettbewerb, der jungen Gestalter:innen eine Bühne bietet, um ihre herausragenden Projekte zu präsentieren. Eine achtköpfige Jury, bestehend aus selbstständigen Gestalter:innen, Lehrenden und Studierenden (unter anderem Mittgliedern des IFB) bewertete die 76 Einreichungen und kürte einen Gewinner. Auch hier galt es Verantwortung zu übernehmen, um den Erstwerk Wettbewerb stattfinden zu lassen. Emails schreiben, eine Jury zusammenstellen, ein Corporate Design und ein visuelles Erscheinungsbild gestalten, Raumgestaltung, Preisverleihung organisieren und sich vor allem um die zugeschickten Einreichungen und deren Rücksendendung zu kümmern. Bei dem Erstwerk-Wettbewerb brauchten wir viel Struktur, gut geführte Listen und viel Geduld beim Schreiben von Emails.
Stell dir vor ...
Zur Zeit beschäftigen wir uns im IFB vor allem mit dem Thema Transformationsdesign. Unter dem Titel Stell dir vor … haben wir einen Wettbewerb ausgerufen, bei dem Student:innen in ganz Deutschland die Möglichkeit hatten, ein 16-seitiges Zine zum Titel zu gestalten. Die einzigen Vorgaben waren die Maße, die Pagina und die Voraussetzung, lizenzfreies Material zu benutzen. In dem Zine Stell dir vor … geht es darum, dass sich Gestalter:innen über neue Denkweisen, Lösungen und mögliche Utopien Gedanken machen. Es geht darum, vor allem in der heutigen Zeit, in der ökonomische Krisen und gesellschaftliche Konflikte uns mehr denn je beschäftigen, die Zukunft aktiv mitzugestalten und sich vor allem die Frage zu stellen, wie wir als Gestalter:innen zum Umdenken anregen können. Unser Ziel ist eine Publikation aus den ausgewählten Zines, die wir gemeinsam mit unseren Inhalten kombinieren. Hier befinden wir uns noch mitten im Gestalten, Diskutieren, Inhalte finden und Organisieren.